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‘‘Wer nicht kooperiert, verliert – Bedeutung für die Stadtteilarbeit‘‘

Gesundheit ensteht dort, wo Menschen leben. Warum Gesundheitsförderung im Stadtteil nur gemeinsam gelingen kann und welche Rolle Stadtteileinrichtungen dabei spielen, zeigt ein Fachbeitrag von den GiB-Programmkoordinator*innen Nils Stakowski, Janine Reinelt und Boris Metz im Jahrbuch StadtRegion 2023/2024. In diesem geht es darum wie unser Programm ,,Gesund in Berlin – Stadtteile im Blick‘‘ (GiB) arbeitet und welche Erfahrungen wir gesammelt haben.

Was ist der Ausgangspunkt?

Gesundheit entsteht in den Lebenswelten, in denen Menschen wohnen, arbeiten und ihren Alltag gestalten. Der Sozialstrukturatlas Berlin 2022 und der Umweltgerechtigkeitsatlas 2021/2022 zeigen, dass sich soziale und gesundheitliche Belastungen räumlich konzentrieren. Dazu gehören unter anderem Lärm, Luftschadstoffe, Hitze, fehlende Grünflächen.

Genau hier setzt GiB an. Das Programm fördert Stadtteilprojekte in den 16 Handlungsräumen der Ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative (GI) des Berliner Senats. Die Stadtteileinrichtungen sind dabei die Anlaufstellen im Sozialraum der Menschen. Die Mitarbeitenden kennen die Menschen vor Ort und wissen, welche Bedarfe im Stadtteil entstehen.

Das Programm bringt Senatsverwaltungen, Bezirke, das GKV-Bündnis für Gesundheit und die OE QPK an einen Tisch und setzt damit ressortübergreifendes Handeln im Sinne von ,,Health in All Policies‘‘ um.

Der Fachbeitrag zeigt, wie diese Kooperation gelingen kann und welche Strukturen dafür nötig sind. Gleichzeitig werden Herausforderungen aufgezeigt. Projekte werden entwickelt, bewilligt und durchgeführt. Danach endet ihre Finanzierung oft.

Gesundheitsangebote funktionieren aber nicht als abgeschlossene Projekte, sondern als Prozess, der zeitweise Lücken schließt. Deshalb brauchen sie frühzeitig eine Perspektive für ihre Weiterführung. GiB berücksichtigt diese Fragen im Steuerungsgremium und in den bezirklichen Fachrunden. Dort können Fachkräfte gemeinsam über Verstetigung und Qualitätsentwicklung sprechen und entscheiden gemeinsam auf Grundlage der vorliegenden Sozialraum- und Gesundheitsdaten, welche Projekte im Handlungsraum entstehen und welche Träger geeignet sind.

Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Was wollen wir gemeinsam bewirken? Für wen wollen wir etwas bewirken?

Verstetigung mitdenken

Eine Frage, was im Fachbeitrag offen angesprochen wird, kennen viele aus der Praxis: Wer ein erfolgreiches Projekt entwickelt hat, braucht die Chance auf Verstetigung und nachhaltige Sicherheit. Projektfinanzierung braucht eine Perspektive und gute Beispiele müssen systematisch identifiziert werden. Dafür braucht es einen transparenten Prozess, der für Fachkräfte und Projektträger nachvollziehbar ist. So unterstützt GiB verlässliche Angebote für und mit Menschen in mehrfach belastenden Lebenslagen.

Den vollständigen Fachbeitrag (Seite 163 – 180) finden Sie hier.

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