Bildrechte: Natalie Drägerhof, Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

Auftakt der Fachkräfteschulung „Umwelt, Gesundheit & Klima: verstehen, vermitteln und erleben im Kiez“

Am 16. Dezember 2025 fand unsere erste Veranstaltung der neuen Fachkräfteschulung „Umwelt, Gesundheit & Klima: verstehen, vermitteln und erleben im Kiez“ statt.
Fachkräfte aus Stadtteilzentren, Nachbarschaftseinrichtungen und weiteren Angeboten der Gemeinwesenarbeit kamen zusammen, um sich praxisnah mit Umweltbildung im urbanen Kontext auseinanderzusetzen und deren Bedeutung für Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe zu reflektieren.

Die Veranstaltung markierte den Auftakt einer mehrteiligen Schulungsreihe, die zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe entwickelt wurde. Die Inhalte basieren dabei auf den Bedarfen, die wir im Herbst mit verschiedenen Stadtteileinrichtungen erhoben haben. Ziel ist es, Umweltbildung, Naturerfahrung und Klimathemen alltagstauglich in der Stadtteilarbeit zu verankern und ihre gesundheitsfördernden Potenziale sichtbar zu machen.
Dabei setzen wir auf niedrigschwellige und kreative Ansätze, die nah an den jeweiligen Zielgruppen anknüpfen.

Umweltbildung lebendig gestalten

Im ersten Teil der Schulung haben wir einen Überblick über zentrale Themen der Umweltbildung geschaffen. Der Fokus lag auf Müll, Recycling und Upcycling und damit auf Themen, die im Alltag vieler Einrichtungen eine große Rolle spielen und sich besonders gut für niedrigschwellige Umweltbildungsangebote eignen. Gemeinsam haben wir dabei herausgearbeitet, wie diese Themen gleichzeitig eine Ressource für Gesundheitsförderung sein können, etwa durch gemeinschaftliches Handeln, Stärkung von Selbstwirksamkeit oder die Verbesserung des Wohn und Lebensumfelds.

Das Best Practice Beispiel eines Upcycling-Markts hat dabei gezeigt, dass aus kleinen DIY-Projekten ein Event werden kann. Im gemeinsamen Austausch haben wir über Müll auf den Straßen gesprochen und Ideen gesammelt, wie man zum Beispiel kreativ gegen Kippenstummel auf den Boden vorgehen kann.

Methoden, Austausch und Praxis

Ein Kernelement der Schulungsreihe ist die Vermittlung und das Ausprobieren von Methoden. In einem World-Café entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam Ideen, wie Umweltbildung in ihren Einrichtungen verankert werden kann, welche bestehenden Angebote sich anknüpfen lassen und welche Rahmenbedingungen und vor allem Netzwerke es dafür braucht. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass Umweltbildung an vielen Stellen bereits Teil gesundheitsfördernder (Stadtteil-) Arbeit ist, auch wenn sie nicht explizit so benannt wird.
Die Ergebnisse zeigten deutlich, wie viel Wissen, Erfahrung und Kreativität bereits in den Einrichtungen vorhanden ist. Man muss also nicht bei Null beginnen, sondern kann an bestehende Aktionen und Projekte andocken. Dabei haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass das Thema viele Schnittstellen hat und deshalb leicht integriert werden kann, auch ohne es „Umweltbildung“ zu benennen.
Dann wurde es noch mal ganz praktisch mit der Upcycling-Werkstatt. In den Gruppen entstanden aus Alltagsmaterialien, wie Zeitungspapier und Konservendosen, Kräutertöpfe und Winter-Lichter. Das handwerkliche Ausprobieren hat nicht nur Spaß gemacht, sondern auch direkt die Übertragbarkeit in die eigene Arbeit aufgezeigt. So kann gemeinschaftlich und mit einfachen Mitteln Umweltbildung vermittelt werden.

Ausblick

Die positive Resonanz auf den Auftakt bestätigt den Bedarf an praxisnahen Fortbildungsangeboten zu Umweltbildung in der Gemeinwesenarbeit.
Die Schulungsreihe wird 2026 mit weiteren thematischen Veranstaltungen fortgesetzt, die unabhängig voneinander besucht werden können.

Den konkreten Vermittlungsstrategien von Umweltbildung widmen wir uns am 18.02.2026. Weitere Informationen folgen.

Bildrechte: Natalie Drägerhof, Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

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