Bildnachweis: Boxgirls Berlin e. V.

MINTA-Gesundheit in Neukölln

Bezirk: Neukölln
Handlungsraum: GI Neukölln-Nord & Gropiusstadt

Projektlaufzeit: 01.02.2022 – 31.01.2024
Projektbudget: 59.899,22 Euro

In Neukölln leben überdurchschnittlich viele junge Menschen unter 18 Jahre (ca. 16 %), etwas über die Hälfte davon sind weiblich*. Trotz vielfältiger gemischtgeschlechtlicher Angebote in Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen finden viele Mädchen* und junge Frauen* im Alter von 12-25 Jahren keinen guten Zugang zu Jugendfreizeiteinrichtungen. Fachkräfte sehen Gründe sowohl in den Angeboten selbst. Darüber hinaus wird in den bezirklichen Arbeitskreisen zur Mädchen*sozialarbeit der Bedarf genannt, Angebote explizit zur Förderung der Gesundheit von Mädchen*, Inter, Nicht-Binären, Trans* und Agender Jugendlichen zu gestalten. Dies wurde in 2020 durch ein gesundheitsförderliches Projekt erfolgreich erprobt, nun wird mit dem Projekt zur MINTA-Gesundheit daran angeknüpft.

In Neukölln leben überdurchschnittlich viele junge Menschen unter 18 Jahre (ca. 16 %), etwas über die Hälfte davon sind weiblich*. Trotz vielfältiger gemischtgeschlechtlicher Angebote in Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen finden viele Mädchen* und junge Frauen* im Alter von 12-25 Jahren keinen guten Zugang zu Jugendfreizeiteinrichtungen. Fachkräfte sehen Gründe sowohl in den Angeboten selbst. Darüber hinaus wird in den bezirklichen Arbeitskreisen zur Mädchen*sozialarbeit der Bedarf genannt, Angebote explizit zur Förderung der Gesundheit von Mädchen*, Inter, Nicht-Binären, Trans* und Agender Jugendlichen zu gestalten. Dies wurde in 2020 durch ein gesundheitsförderliches Projekt erfolgreich erprobt, nun wird mit dem Projekt zur MINTA-Gesundheit daran angeknüpft.

Projektbeschreibung

Im Vordergrund des Projekts steht das Empowerment von Mädchen, Inter-, Nicht-Binären, Trans*- und Agender-Menschen (MINTA) für die eigene Gesundheit. In den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie queeren Jugendzentren finden regelmäßig Angebote, Workshops oder Thementage zu gesundheitsbezogenen Themen statt, die die Teilnehmenden in ihrer Resilienz und Selbstwirksamkeit stärken und über ihre eigene Gesundheit aufklären. Das Projekt sensibilisiert dabei auch Fachkräfte der Jugendeinrichtungen für Geschlechtergerechtigkeit und inklusivere Sprache.

Zielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene, Menschen mit Migrationsgeschichte, Multiplikator*innen

Handlungsfelder

Bewegung, Stärkung von Gesundheits- und Lebenskompetenzen

Lebenswelt

Jugendfreizeiteinrichtungen, öffentlicher Raum

Ziele

  • Stärkung der Resilienzen und Selbstwirksamkeit
  • Bewegungsförderung im öffentlichen Raum
  • Gesundheitliche Aufklärung
  • Sensibilisierung der Fachkräfte in Jugendeinrichtungen für MINTA

Maßnahmen

  • Bildungsseminare für Fachkräfte zu gendersensibler/ inklusiver Sprache, Intersektionalität, Angeboten im Sozialraum
  • Bewegungsfördernde Angebote
  • Workshops zu Ernährung, self care, Selbstverteidigung und -behauptung (auch im digitalen Raum), Stärken-Analyse
  • Öffentlichkeitsarbeit zum Abbau von Diskriminierung bzw. zum Power-Sharing für die Zielgruppe

Good Practice Kriterien

Partizipation, Empowerment, niedrigschwellige Arbeitsweise, Nachhaltigkeit, Qualitätsmanagement

Einblicke

  • Boxgirls Berlin e.V. hat sich das Ziel gesetzt, Mädchen*, Frauen* und queeren Menschen zu inspirieren, zu motivieren und darin zu unterstützen, sich selbstständig, aktiv und mutig in ihren Kiezen und Gemeinden einzusetzen, damit aus diesen dynamische Orte der Inklusion, Chancengleichheit und Sicherheit werden. Für seine Arbeit wurde der Verein mehrfach ausgezeichnet.
  • Informationen zum Projekt von den Boxgirls: https://boxgirls.de/project/minta-gesundheit-in-neukoelln/
  • Ein Projektziel ist die Partnerschaft mit den Berliner Bäderbetrieben, um einen Mädchen*/Frauen* Schwimmtag im Kombibad Gropiusstadt zu installieren.

MINTA Gesundheit in Neukölln spricht Mädchen* und junge Frauen*, Inter-, Nicht-Binäre, Trans*- und Agender-Menschen (MINTA) im Alter von 12 bis 25 Jahren an. In verschiedenen Projektmodulen wie regelmäßigen Angeboten, Workshops und Thementagen steht das Empowerment dieser Menschen im Vordergrund. Angebote des Kampf- und Kraftsports, der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung fördern die Bewegung und körperliche Gesundheit. Sie stärken gleichzeitig die Resilienz und Selbstwirksamkeit von MINTA. Weitere Angebote klären gesundheitlich auf zu den Themen sexuelle Aufklärung, sexuelle Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Körperbild. Auch Fachkräfte aus den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden im Rahmen von Bildungsseminaren angesprochen, z.B. zu gendergerechter Sprache, Intersektionalität, nachhaltig inklusivere Sprache und Angebote im Sozialraum oder rassismuskritische Mädchen*arbeit.

Wir arbeiten eng zusammen mit Mädchen*einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie queeren und gemischten Einrichtungen, die ebenfalls Angebote für Mädchen* machen. Das sind z.B. Schilleria und Schilleria2, Gangway, Q*ube, Lipschitzkids von Thessa e.V., Stadtvilla Global. Wir wollen auch kooperieren mit Gemeinschaftsunterkünften für Menschen mit Fluchtgeschichte, um dort explizit auf die Angebote des Projekts aufmerksam zu machen und bei Bedarf anfänglich den Weg zu den Angeboten zu begleiten. Auch mit Organisationen und Nutzenden der Behindertenhilfe gehen wir in den Austausch, um Angebote inklusiver zu gestalten und Zugänge zu erleichtern. Die Projektmodule können in den Räumen unserer Kooperationspartner*innen und auch im öffentlichen Raum stattfinden. Wir sind vernetzt mit dem Arbeitskreis Mädchen*arbeit Neukölln und dem Netzwerk Mädchen*arbeit Südneukölln. Die Steuerungsrunde mit OE QPK & QM werden im regelmäßigen Austausch über Erfolge, Hindernisse und den weiteren Ausblick informiert. Wir streben gemeinsam mit Campus Efeuweg eine Partnerschaft mit den Berliner Bäderbetrieben an, um einen Mädchen*/Frauen* Schwimmtag im Kombibad Gropiusstadt zu installieren.

In Neukölln leben überdurchschnittlich viele junge Menschen unter 18 Jahre (ca. 16 %), etwas über die Hälfte davon sind weiblich*. Das Projekt erleichtert den Zugang für Mädchen* und junge Frauen*, Inter-, Nicht-Binäre, Trans*- und Agender-Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren zu Jugendfreizeiteinrichtungen. Hürden, teilzunehmen, werden abgebaut, z.B. durch die Ansprache über Instagram. In Schutzräumen stärken MINTA ihre Resilienz, indem sie Selfcare- und Selbstwirksamkeitsstrategien ausprobieren. Dadurch und mithilfe starker Rollenvorbilder empowern sie sich. MINTA profitieren von Angeboten, die die Bewegung fördern und Ernährung thematisieren. Angebote der gesundheitlichen Aufklärung stärken MINTA in ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität und sexuellen Gesundheit. Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die Sexualität wird gefördert und das Körperbild und das Verhältnis zum eigenen Körper verbessert. Dadurch wird auch sexuellen Übergriffen und potenziell gewalttätigen Beziehungen vorgebeugt. Durch Angebote im öffentlichen Raum wird die Sichtbarkeit von MINTA erhöht. Angebote der digitalen Selbstverteidigung verhelfen MINTA zu einer gesünderen empowernden YouTube, TikTok- und InstaBubble. Bildungsseminare für Fachkräfte aus den Einrichtungen tragen zu einer nachhaltig inklusiveren Sprache und Angeboten im Sozialraum bei.

Sowohl im Arbeitskreis Mädchen*arbeit in Neukölln als auch in dem Netzwerk Mädchen*arbeit in Südneukölln wurde immer wieder der Bedarf genannt Angebote zur Förderung der Gesundheit von Mädchen*, Inter, Nicht-Binär, Trans* und Agender Jugendlichen.

Im Netzwerk Mächen*arbeit in Südneukölln haben wir dann gemeinsam Ideen gesammelt, wie verschiedenen Bedarfen begegnet werden kann. Dies kann als Grundstein für das Projektvorhaben angesehen werden.

Kontakt

Organisation: Boxgirls Berlin e. V.
Anschrift: Weserstraße 38, 12045 Berlin

Tel: 0157 34872923
E-Mail: mintag@boxgirls.de
Website: www.boxgirls.de

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