MINTA-Gesundheit in Neukölln

Projektträger: Boxgirls Berlin e. V.

In Neukölln leben überdurchschnittlich viele junge Menschen unter 18 Jahre (ca. 16 %), etwas über die Hälfte davon sind weiblich*. Gleichzeitig haben Störungen der psychischen Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stark zugenommen. In Neukölln sind MINTA/FLINTA und Familien besonders von verschiedenen Belastungen betroffen, die sich negativ auf ihre mentale Gesundheit auswirken. Trotz vielfältiger gemischtgeschlechtlicher Angebote in Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen finden viele Mädchen* und junge Frauen* im Alter von 12-25 Jahren keinen guten Zugang zu Jugendfreizeiteinrichtungen. Fachkräfte sehen Gründe auch in den Angeboten selbst. Darüber hinaus wird in den bezirklichen Arbeitskreisen zur Mädchen*sozialarbeit der Bedarf genannt, Angebote explizit zur Förderung der Gesundheit von Mädchen*, Inter-, Nicht-Binären, Trans*- und Agender-Jugendlichen zu gestalten. Dies wurde von 2022 bis 2024 erfolgreich im Projekt „MINTA-Gesundheit in Neukölln“ erprobt, nun wird daran angeknüpft.

In Neukölln leben überdurchschnittlich viele junge Menschen unter 18 Jahre (ca. 16 %), etwas über die Hälfte davon sind weiblich*. Gleichzeitig haben Störungen der psychischen Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stark zugenommen. In Neukölln sind MINTA/FLINTA und Familien besonders von verschiedenen Belastungen betroffen, die sich negativ auf ihre mentale Gesundheit auswirken. Trotz vielfältiger gemischtgeschlechtlicher Angebote in Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen finden viele Mädchen* und junge Frauen* im Alter von 12-25 Jahren keinen guten Zugang zu Jugendfreizeiteinrichtungen. Fachkräfte sehen Gründe auch in den Angeboten selbst. Darüber hinaus wird in den bezirklichen Arbeitskreisen zur Mädchen*sozialarbeit der Bedarf genannt, Angebote explizit zur Förderung der Gesundheit von Mädchen*, Inter-, Nicht-Binären, Trans*- und Agender-Jugendlichen zu gestalten. Dies wurde von 2022 bis 2024 erfolgreich im Projekt „MINTA-Gesundheit in Neukölln“ erprobt, nun wird daran angeknüpft.

Projektbeschreibung

Im Zentrum des Projekts steht das Empowerment von Frauen, Mädchen, Inter-, Nicht-Binären, Trans*- und Agender-Menschen (MINTA/FLINTA) für die eigene Gesundheit. Aufgrund des großen Erfolgs des Projekts in der letzten Förderperiode werden viele Maßnahmen weitergeführt. In den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie queeren Jugendzentren des Sozialraums finden regelmäßig Angebote, Workshops oder Thementage zu gesundheitsbezogenen Themen statt, die die Teilnehmenden in ihrer Resilienz und Selbstwirksamkeit stärken und über ihre eigene Gesundheit aufklären. Dabei geht es sowohl um körperliche Erfahrungen wie auch um die Beschäftigung mit körperlichen Zuschreibungen und der Frage „Wie will ich eigentlich sein?“.

Durch Bewegungsangebote mit besonderem Fokus auf Kampfsport, Selbstverteidigung und Selbstbehauptung sollen zum einen die körperliche Gesundheit und die Fitness und zum anderen das psychische Wohlbefinden der Teilnehmer*innen gestärkt werden. Grenzen testen, körperliche Grenzen erleben, die körperliche Leistungsfähigkeit steigern – all dies sind Aspekte, die sich nachweislich positiv auf die körperliche und mentale Gesundheit auswirken.

Das Projekt sensibilisiert darüber hinaus Fachkräfte der Jugendeinrichtungen im Sozialraum für Geschlechtergerechtigkeit in der sozialen Arbeit und inklusivere Sprache. Dafür arbeitet der Projektträger mit dem AK Mädchen*arbeit des Bezirks  .

Zusätzlich werden in dieser Förderperiode neue Schwerpunkte aufgegriffen. Fachkräfte sollen nun verstärkt auch für Themen der mentalen Gesundheit von MINTA* geschult werden. Außerdem sollen interkulturelle Trainings zu Religion, Gender und Intersektionalität für Fachkräfte eine größere Rolle spielen.

Da die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel uns alle betreffen, wird dieser Aspekt neu in das Projekt aufgenommen. Neben allgemeinen Handlungsempfehlungen bei extremen Wetterereignissen, insbesondere bei starker Hitze, soll mit den Teilnehmenden der verschiedenen Veranstaltungen erarbeitet werden, welche zielgruppenspezifischen Problemstellungen der Klimawandel für sie mit sich bringt und wie sie sich gezielt schützen können.

Durch Kooperation mit neuen Einrichtungen wird das Netzwerk zusätzlich erweitert. In Absprache mit den QM Büros werden zentrale Einrichtung zur Durchführung der Angebote ausgewählt, um möglich vielen Bewohner*innen die Teilnahme zu ermöglichen und so zusätzlich den Austausch der Einrichtungen verstärkt.

Gerne auch ergänzen, was die Erweiterung zur letzten Förderperiode ist, wenn das aus dem Antrag deutlich wird, ansonsten sprechen wir nochmal drüber. Es ist v.a. eine räumliche Ausweitung und stärkerer Einbezug der QM Büros in der Lokalen Steuerung

Zielgruppe

junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren; Menschen mit Migrationsgeschichte; Multiplikator*innen; werdende, junge Familien mit Kind; alleinerziehende Menschen; Kinder/ Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren; MINTA/FLINTA-Personen

Handlungsfelder

Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung/ Entspannung/ psychische Gesundheit, Stärkung von Gesundheits- und Lebenskompetenzen

Lebenswelt

Jugendfreizeiteinrichtungen, Stadtteilzentrum, Familienzentrum

Ziele

  • Stärkung der Resilienz und Selbstwirksamkeit
  • Gesundheitsprävention
  • Stärkung körperlicher Selbstbestimmung
  • Psychische und physische Stärkung von MINTA- und FLINTA-Personen
  • Zugang der Zielgruppe zu Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie den Familien- und Stadtteilzentren erleichtern
  • Sensibilisierung und Professionalisierung von Fachkräften für die Bedarfe von MINTA

Maßnahmen

  • Empowermentangebote zur Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Allgemeine Bewegungsförderung durch Selbstverteidigungskurse zur Stärkung der körperlichen Fitness, des Selbstbewusstseins und der mentalen Gesundheit sowie der Selbstbehauptung
  • Workshops zu Ernährung, Gesundheitsthemen, Selbstverteidigung und -behauptung (auch im digitalen Raum), sexueller Gesundheit- und Selbstbestimmung, Stärken-Analyse
  • in den jeweiligen Einrichtungen für Mädchen*- und Frauen*gruppen
  • Bildungsseminare für Fachkräfte zu (mentaler) Gesundheit; Intersektionalität; interkulturellen Trainings zu Religion, Gender und Sexualität; gesundheitsbezogenen Themen rund um den Klimawandel

Projektinformationen

Bezirk: Neukölln
Handlungsraum: Neukölln-Nord & Gropiusstadt

Projektlaufzeit: 01.09.2025 – 31.08.2028
Projektbudget: 160.000,00 €

Kontakt

Organisation: Boxgirls Berlin e. V.
Anschrift: Weserstraße 38, 12045 Berlin

Tel: 0179 7973516
E-Mail: l.bitterling@boxgirls.de

Website: www.boxgirls.de

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