Bildnachweis: Janainas e.V.

Gesundheitsförderung für Migrantinnen 2.0

Bezirk: Mitte
Handlungsraum: GI Wedding

Projektlaufzeit: 01.01.2022 – 31.12.2023
Projektbudget: 30.000 EUR

Im Berliner Wedding haben über 60 Prozent der Einwohner*innen eine Migrationsgeschichte, über 30 Prozent ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Dieser Bevölkerungsanteil ist in den lokalen Gremien, Netzwerken und Stadtteileinrichtungen allerdings weiterhin unterrepräsentiert. Die Coronapandemie hat in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt, dass auch gesundheitliche Benachteiligung stärker Migrant*innen erleben. Beschränkungen, ständig neue Regelungen, prekäre Wohn- und Arbeitssituationen und das fehlende soziale Netz beeinflussen die Entwicklung und die psychische Gesundheit. Mit gezielter Ansprache hinsichtlich Gesundheit und der Förderung migrantischer gesundheitsförderlicher Selbstorganisation kann dem entgegengewirkt werden.

Im Berliner Wedding haben über 60 Prozent der Einwohner*innen eine Migrationsgeschichte, über 30 Prozent ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Dieser Bevölkerungsanteil ist in den lokalen Gremien, Netzwerken und Stadtteileinrichtungen allerdings weiterhin unterrepräsentiert. Die Coronapandemie hat in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt, dass auch gesundheitliche Benachteiligung stärker Migrant*innen erleben. Beschränkungen, ständig neue Regelungen, prekäre Wohn- und Arbeitssituationen und das fehlende soziale Netz beeinflussen die Entwicklung und die psychische Gesundheit. Mit gezielter Ansprache hinsichtlich Gesundheit und der Förderung migrantischer gesundheitsförderlicher Selbstorganisation kann dem entgegengewirkt werden.

Projektbeschreibung

Das Projekt setzt an bereits bestehenden Strukturen der migrantischen Selbstorganisation an und stärkt diese. Im Zentrum des Projekts steht die Qualifizierung von Multiplikator*innen bestehender Gruppen zu gesundheitsförderlichen Themen. Sie werden ermutigt, die regelmäßigen Treffen zum Austauschen und Vernetzen thematisch gesundheitsförderlich zu gestalten: Angebote der Stressbewältigung, der Förderung des Selbstbewusstseins und des Abbaus von Ängsten. An die Qualifizierung und das Empowerment der Multiplikator*innen schließt eine fachliche Begleitung über den gesamten Projektzeitraum an.

Zielgruppe

Menschen mit Migrationsgeschichte, Multiplikator*innen

Handlungsfelder

Stressbewältigung/ Entspannung/ psychische Gesundheit, Stärkung von Gesundheits- und Lebenskompetenzen

Lebenswelt

Stadtteilzentrum, Migrantenselbstorganisation

Ziele

  • Ausbau und Stärkung von bestehenden Strukturen und Gruppen der migrantischen Selbstorganisation
  • Förderung der Eigeninitiative und der Selbstorganisation durch Fortbildungsmaßnahmen und Supervision für Multiplikator*innen

Maßnahmen

  • Identifizierung von Multiplikator*innen, Bedarfserhebung & Qualifizierungen zu Themen wie Moderationstechnik, gewaltfreie Kommunikation, Selbstorganisation, Interkulturalität und Antidiskriminierung
  • Offene psychologische Gesprächskreise zum Thema Depression
  • Thematische Gesprächskreise zu gesundheitsförderlichen Themen, die durch die Multiplikator*innen organisiert und angeleitet werden
  • Ergänzende gesundheitsförderliche Beratung mit Vermittlung von ressourcenorientierten Bewältigungsstrategien
  • Supervision für das Projektteam und die Multiplikator*innen
  • Jahresaktionen: Selflove-Day mit verschiedenen gesundheitsförderlichen Aktivitäten

Good Practice Kriterien

Partizipation, Empowerment, Qualitätsmanagement

Einblicke

  • Janainas e. V. wurde von Brasilianerinnen gegründet, die ihre Heimat im multikulturellen Berlin gefunden haben.
  • Im Team der Janainas kommen viele Kompetenzen zusammen: Management, Pädagogik und kreatives Arbeiten (Schauspiel, Design, Fotografie).
  • Das Hauptziel der Janainas ist, Migrantinnen die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Fähigkeiten neu zu identifizieren, den vorhandenen Stärken zu vertrauen und diese Stärken und Kompetenzen für eine bessere Integration zu nutzen.
  • In dem Projekt kooperieren die Janainas mit der arabischen Community im Quartier.

Das Projekt Gesundheitsförderung für Migrantinnen 2.0 ist u.a. das Ergebnis unseres Projekts von 2020, das das durch die wöchentlichen Selbsthilfegruppen und Treffen der Ausbau von Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Migrantinnen gefördert wurden, sowie die Durchführung von Maßnahmen zur Stressbewältigung, der Förderung des Selbstbewusstseins und des Abbaus von Ängsten ermöglicht. Das aktuelle Projekte soll u.a. die daraus entstandenen und selbstorganisierte Gruppen weiter unterstützen und stärken. Es werden thematische Frauentreffen und Gesprächskreise zur Depression organisiert, sowie Supervisionssitzungen und Fortbildungen zu Themen wie Moderation, gewaltfreie Kommunikation und Selbstorganisation.

Janainas e.V. bekommt Unterstützung durch das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße und Puduhepa e.V., die einen Raum in der Brunnenstraße kostenlos zur Verfügung stellt. Die Kooperation mit dem Nachbarschaftstreff im Olof-Palme-Zentrum, sowie der dort angesiedelten Stadteilkoordination Brunnenstraße Nord zur Durchführung von Projekten und Veranstaltungen existiert seit Februar 2019. Für das beantragte Projekt unterstützt der Nachbarschaftstreff im Olof-Palme-Zentrum zudem mit Vernetzung, Raumnutzung und Akquise von Multiplikatorinnen.

Im Stadtteil deckt das Projekt einen Bedarf für Migrantinnen ab, da es wenige Angebote gezielt für die Zielgruppe im Brunnenviertel gibt, insbesondere mit dem Thema Gesundheit. Das Projekt dient auch zu Vernetzung und Austausch von Multiplikatorinnen.

Das Projekt wurde dank der Kooperation mit dem Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße und dem Olof-Palme-Zentrum zustand, die zu der Weiterführung der Aktivitäten des Vereins beigetragen haben. Dies ermöglicht eine Fortsetzung von Maßnahme und die Förderung von Strukturen.

Kontakt

Organisation: Janainas e.V.
Anschrift: Rügener Straße 4, 13355 Berlin

Tel:
E-Mail: info@janainas.org
Website: www.janainas.org

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