GemeinschaftsAcker

Der GemeinschaftsAcker begeistert Menschen aller Altersklassen und Herkünfte für nachhaltigen Gemüseanbau und gesunde Ernährung.

„Zu lernen, sinnvoll und bewusst mit der Natur umzugehen und sich in der Natur zu bewegen,​ hat meine Sinne deutlich mehr geschärft, was ich da habe mitnehmen können. Ich mach das gerne. Ich finde das einfach bombastisch.“ 

„Ich bin auch ein Fan von Palmkohl geworden. Er stand noch vom Vorjahr, als wir den Acker aus dem Winterschlaf geholt haben; hab davon geerntet und bin total begeistert“. 

„Wenn man dann da auf dem Acker ist, dann vergisst man auch den Verkehr um sich herum. (…). Das sieht man auch daran, dass die Bank, die dort steht, sehr gerne und häufig von Leuten benutzt wird. Die gehen dann zur Tankstelle, holen sich was zu essen und zu trinken, setzen sich auf die Bank, genießen den Ausblick auf den Acker “. 

„Hier ist immer so dieses Gefühl ‚Wir gegen die‘. Die Alten haben mit den Zuzüglern nichts zu tun, außer sie treffen einen Sportverein oder einen Karnevalsverein und umgekehrt. Und das ist irgendwie auch ein Medium (…). Hier können wir uns treffen und uns kennenlernen und gemeinsam was machen im Ort“. 

„Ich hatte da mal eine ältere Dame, die kam mit einer Betreuerin vorbei, als ich da am Arbeiten war morgens. Ach, sagt sie, ich finde das so schön, hier wächst so viel. […] Ich sag, Sie sind ja im Rollstuhl, können Sie mal gucken, ob Sie da dran gucken? […] Ich hab ihr dann geholfen und hat sie da ein bisschen Rauke abgepflückt und hat das dann probiert. Die war total happy, fand sie richtig toll.“

Projektbeschreibung

Ob direkt auf dem Acker oder an barrierefreien Hochbeeten können Menschen aus der Nachbarschaft gemeinschaftlich verschiedene Gemüsearten nach ökologischen Kriterien anbauen. In regelmäßigen Ackersprechstunden und Workshops werden Kenntnisse zur gemeinsamen Beetpflege, sowie Wissen rund ums Gärtnern und gesunde Ernährung vermittelt. Der Acker fungiert als grüner Lern- und Begegnungsort, an dem weitere Bildungsangebote umgesetzt, Kooperationen mit lokalen Initiativen stattfinden, und Menschen vor Ort ungezwungen zusammenkommen können.

Zielgruppe

Der GemeinschaftsAcker spricht Zielgruppen verschiedenster Altersklassen und Hintergründe an:

  • Ältere/alte Menschen
  • Werdende/junge Familien mit Kindern
  • Alleinerziehende Menschen
  • Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre
  • Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren
  • Menschen mit Behinderung/Pflegebedürftigkeit
  • Menschen mit Migrationsgeschichte
  • Geschlechtsspezifische Gruppen (m/w/d)
  • Multiplikator*innen (z. B. Fachpersonal)

Ziele

• Stärkung sozial benachteiligter Quartiere
• Förderung von gesunder Ernährung, Bewegung, psychosozialer Kompetenzen & sozialem Miteinander
• Förderung von Biodiversität und Klimaanpassung

Ansatz

Verhaltenspräventiv und verhältnispräventiv

Reichweite / Teilnehmendenzahl

Teilnehmendenzahl flexibel, ca. 500 meist wiederkehrende Teilnehmende erwartbar über verschiedene Veranstaltungsformate hinweg

Maßnahmen

Unterstützung bei Aufbau und Stärkung gesundheitsfördernder Strukturen (Verhältnisbezogene Maßnahmen):

  • Beratung zur initialen Einrichtung des GemeinschaftsAckers als Maßnahme der gesundheitsförderlichen Stadtteilgestaltung
  • Initiierung von Steuerungsgremien
  • Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Verstetigung des Projekts (Fachkräfte und Personen aus den Zielgruppen)
  • Vernetzung mit anderen Einrichtungen in der Region
  • Saisonvorbereitung und Organisation, Lieferung von Jungpflanzen und Saatgut, sowie betreute Pflanzungen
  • Wirkungsevaluation

Kompetenzvermittlung, Begleitung und Motivation der Zielgruppe für gemeinschaftliches Gärtnern zur Stärkung von Enährungskompetenz, Bewegungsförderung im Freien, sowie Stärkung psychosozialer Faktoren (verhaltensbezogene Maßnahmen):

  • Gemeinsame Einrichtung und Pflege des Ackers vor Ort
  • Ackersprechstunden zur Begleitung bei gartenbaulichen Fragen
  • Themenworkshops rund um Gemüseanbau, gesunde Ernährung und nachhaltigen Konsum
  • Initiierung von Begegnungsformaten wie Sommer- und Erntefesten zur Stärkung des sozialen Miteinanders
  • Digitale Begleitung durch Community App

Wirkung

– Teilnehmende kennen ökologische Zusammenhänge
– Bewusstsein für Saisonalität und wichtige Impulse für den Alltag
– Sensibilisierung für Naturzusammenhänge und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Gemüseanbau
– neue Erkenntnisse über Gemüsesorten wurden gewonnen
– Teilnehmende nehmen Gemeinschaftsacker als Ort der Erholung und Naturerfahrung im urbanen Raum wahr
– Wohlbefinden und Ausgleich zum Alltag ist gestärkt
– der Gemeinschaftsacker wird von Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe als Ort zum gemeinsamen Gärtnern, zum Austausch und zur Begegnung im Alltag wahrgenommen
– Teilnehmende verbringen durch den Acker mehr Zeit im Freien als vorher
– Teilhabe, Sprachentwicklung, Inklusion und erleichteter Zugang zu frischen Lebensmitteln für vulnerable Gruppen

Einrichtung

Öffentlicher Raum und Grünflächen, alle gemeinnützigen Einrichtungen

Handlungsfeld

Verhältnisprävention: Gesundheitsförderliche und nachhaltige Stadtentwicklung, Ausbildung von Multiplikatoren Verhaltensprävention: Ernährung, Stressbewältigung und Ressourcenförderung, Bewegung, Ausbildung von Multiplikatoren

Qualitätssicherung

✓ konzeptionell qualitätsgesichert
✓ erfolgreich erprobt
✓ wissenschaftlich evaluiert

Kontakt für weiterführende Informationen

Adresse: Acker e.V., Bessemerstr. 2–14, 12103 Berlin
E-Mail: d.buecher@acker.co
Website: www.acker.co/gemeinschaftsacker